Die KVA und der Feuerwehrstützpunkt bilden eine von Bäumen umgegebene, isolierte Insel im Wald ohne direkten Bezug zur Stadt. Das Areal des Werkhofes unterbricht den durchgehenden Waldsaum und steht unmittelbar am Strassenrand. Das Grundstück des Werkhofes ist Teil dieser stadtfernen Insel; durch die Lage an der Kreuzung hat es aber auch eine unmittelbare Präsenz in der Stadt. Mit dem Bau eines 11-geschossigen, rund 42m hohen Gebäudes an der Ecke Murtenstrasse / Bremgartenstrasse ergibt sich die Chance, diesen Kreuzungspunkt bzw. die Einfahrt von der Autobahn in die Stadt städtebaulich zu akzentuieren und den verborgenen Nutzungen ein erkennbares Gesicht zu geben. Die Höhe des Gebäudes orientiert sich an der Höhe der Maschinenhalle der KVA und bildet damit einen bewussten Gegenpunkt in der Abfolge der Bauten, ohne diese zu dominieren.
Der relativ geschlossene Sockel, verkleidet mit grossformatigen Betonplatten, entspricht der rauen Anforderung des Werkhofes. Das Spiel mit den Formaten und den Öffnungen bindet diesen Bereich thematisch zusammen und ermöglicht ein situatives Reagieren auf Besonderheiten der Nutzung. Darüber erhebt sich der Verwaltungsturm als gleichmässiges Gerüst aus vorgehängten Betonelementen. Mit dem abstrakten und massstabslosen Ausdruck wird eine zeichenhafte Aussage formuliert und zugleich eine Referenz an die strukturierte Architektur der KVA gemacht. Die repetitive und massstabslose Fassadengestaltung entspricht der besonderen, durch den motorisierten Verkehr geprägten Stimmung des Ortes und verleiht dem Gebäude einen unverwechselbaren Ausdruck.